Die psychologische Wirkung von Wandfarben - Layer Immobilien



Die psychologische Wirkung von Wandfarben

Natürlich können Sie sich bei der Farbwahl für den neuen Wandanstrich allein auf Ihren Geschmack verlassen. Doch, was wissenschaftlich bewiesen ist, nämlich dass Farben psychologisch auf uns wirken, kann einen genaueren Blick in den Farbeimer durchaus lohnen.

Haben Sie es schon einmal erlebt, dass Wohnräume, in denen eine bestimmte Farbe dominiert, sich auf eine bestimmte Weise auf Ihr Empfinden auswirken? Vielleicht fühlten Sie sich unwohl oder wurden gar nervös, oder aber eine angenehme Entspannung hat sich in Ihnen ausgebreitet? Fakt ist: Wie sehr Farben, und damit auch Wandfarben, auf unsere Stimmung Einfluss nehmen, ist nicht zu unterschätzen! Wenn Sie sich mit den Grundprinzipien der psychologischen Farblehre beschäftigen, können Sie sichergehen, dass Ihr persönlicher Geschmack Sie auch langfristig in Ihren vier Wänden glücklich werden lässt. Oder aber, Sie kommen vielleicht zu dem Entschluss, dass Ihre Vorliebe für eine bestimmte Farbe, doch lieber in Wohnaccessoires oder dem neuen Pullover zum Ausdruck kommen sollte .

So wirken Wandfarben auf unsere Psyche

Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die psychologische Wirkung der beliebtesten Zimmerfarben. Für alle, die tiefer in das Thema einsteigen möchten, haben wir am Ende des Artikels ein paar interessante Buchtipps zum Weiterlesen zusammengestellt.

Nur Mut! Rot als Wandfarbe

Wie sollte es anders sein, Rot bleibt auch beim Wandanstrich die Herzensfarbe für Verliebte. Leidenschaftlich, sinnlich und erotisierend sind Eigenschaften, die uns in Verbindung mit der Farbe Rot nicht fremd sein sollten. Wer sich für diesen Wandanstrich entscheidet, erfährt vermehrt Optimismus, Wärme und Geborgenheit. Rot wirkt zudem anregend auf den Stoffwechsel und das vegetative Nervensystem. Wer also im Schlafzimmer sein Liebesleben anregen möchte, ist mit Rot und dunklen Abstufungen bis ins Purpur bestens beraten. Wer darin allerdings vorrangig eine Ruhezone erschaffen möchte, sollte lieber zu anderen Farben wie Blautöne greifen. Egal ob im Schlafzimmer oder in der Küche, bei Rot gilt immer weniger ist mehr! Lieber nur eine rote Wand, anstatt alle vier. Denn zu viel davon wirkt sehr schnell aggressiv.

Orange: Die Farbe für Kreative

Anregend, kreativ und pure Lebensfreude sind die Grundeigenschaften der Farbe Orange. Sie wirkt stimmungsaufhellend und regt die Kontaktfreudigkeit an. Daher empfiehlt sich Orange als Basis bestens für ein Wohn- oder Esszimmer, doch auch einen Eingangsbereich wie den Flur kann die Farbe in ein willkommenes Ambiente tauchen. Ähnlich wie mit der Sparsamkeit bei Rottönen empfehlen Farbexperten eine sanfte Abstufung der intensiven Farbe. Zu knalliges Orange kann in Aufdringlichkeit umschlagen und langfristig alles Wohlgefühl aus einem Zimmer vertreiben. Deswegen gilt auch hier: Weniger ist mehr. Übrigens, auch für Räume, die allgemein mit wenig Tageslicht ausgestattet sind, ist die Farbe eine wahre Wohltat für die Seele.

Die glückliche Farbe Gelb

Gelb, als die Sonnenfarbe schlechthin, lässt Lebendigkeit und Fröhlichkeit im Zuhause einkehren. Von der knalligen Variante bis hin zu zarten Zitrustönen kann die Farbe wunderbar mit anderen Farben kombiniert werden. Als Wandfarbe lässt Gelb Zimmer größer erscheinen und wirkt laut Farbpsychologie auf ängstliche Menschen beruhigend. Gelb eignet sich daher ideal für ein Kinderzimmer, aber auch hervorragend für das Büro. Denn Forscher haben herausgefunden, dass sich die Farbe positiv auf die Gehirnströme auswirken und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigert. Wichtig ist, dass Sie bei der Wahl des passenden Gelbtones lediglich darauf achten, dass Sie um schmutzige Farbabstufungen einen großen Bogen machen. Denn deren Wirkung ist aus psychologischer Sicht eher kontraproduktiv.

Grün, grün, grün sind alle meine Wände!

Grün ist die Farbe, wenn es um unser Wohlbefinden geht. Genauso wie wir umgeben von grüner Natur seelisches Wohlbefinden erfahren, können grüne Räume eine ähnliche Wirkung auf uns haben. Beruhigend und anregend zugleich sowie erfrischend und ausgleichend in einem Zug. Sei es der apfelgrüne Flur, das gelbgrüne Wohnzimmer im Jungle-Look oder dunkle Olivtöne, die den Wänden schmeicheln. Mit dieser Farbe können Sie kaum etwas falsch machen, außer – wie bei allen kräftigen Farben – es zu übertreiben. Denn auf psychologischer Ebene kann zu viel Grün Trägheit fördern. Deshalb sollten phlegmatisch angelegte Persönlichkeiten lieber sparsam vereinzelte Akzente setzen, oder gleich ganz zu einer anderen, vitalisierenden Farbe greifen, wie zum Beispiel Orange und Gelb.

Blau und seine psychologische Wirkung

Blau vergrößert wie Gelb alle Räume rein optisch, insbesondere wenn Sie zu einem hellen Pastellton greifen, wie zum Beispiel zartes Hellblau. Die kühle Farbe wirkt beruhigend und harmonisch, was sie zu einer perfekten Wandfarbe für ein Schlafzimmer macht. Denn Untersuchungen ergaben, dass die Farbe Blau sogar bei Schlafstörungen helfen kann! Sind die Töne allerdings zu dunkel und intensiv, besagt die Lehre des Feng-Shui, dass Albträume gefördert werden. Auch aus diesem Grund entscheiden Sie sich lieber für eine knallig blaue Kommode oder eine blaue Bettwäsche, sollte kräftiges Blau zu Ihren absoluten Lieblingsfarben gehören. Noch ein Tipp: Damit das Zimmer trotz kühler Wandfarben dennoch gemütlich wird, können Sie diese mit Einrichtungsgegenständen aus Naturmaterialen kombinieren.

Die Farbe Lila als Wandanstrich

Lila steht für Transformation und Veränderung als auch für Schutz und Inspiration. Gesundheitlich betrachtet kann sie schmerzlindernd und entschlackend wirken. Durch ihren beruhigenden Charakter ist diese Farbe weniger gut für ein Schlafzimmer oder ein Esszimmer geeignet. Denn der Appetit als auch die Erotik, so heißt es, wird mit Violett gezügelt. Besser geeignet ist die Wandfarbe in Empfangsräumen, aber auch in Praxen. Arbeiten und wohnen Sie Zuhause unter einem Dach, wäre diese Farbwahl also durchaus eine Option. Besonders Lavendeltöne eigenen sich hervorragend und verströmen eine Wohlfühlatmosphäre für Groß und Klein, anders als bei einer kräftigen Farbwahl. Denn hier scheiden sich die Geister, und wie bei allen intensiven Wandfarben, findet schnell eine Überreizung statt.

Literaturtipps rund zum Thema Farben im Alltag

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind und über das Leben mit Farben im Alltag erfahren möchten, ihr Zuhause mit Wandfarben in ein farbenfrohes Ambiente tauchen und in ihrem Umfeld eine gute Grundlage für ihr Wohlbefinden schaffen möchten, empfehlen wir folgende Ratgeber rund um das Thema Farben und ihre psychologische Wirkung.

Was Farben sagen: Die Sprache der Farben verstehen und gekonnt einsetzen in Einrichtung und Mode Taschenbuch – 18. Juli 2011, von Isabelle Wolf (Autor)
Das große Buch der Farben (Farbenlehre, Farben Bedeutung, Farbpsychologie, Farbtypen, Schöner Wohnen Farbe) Taschenbuch – 27. Februar 2017, von Klausbernd Vollmar (Autor)
Wie Farben wirken: Farbpsychologie – Farbsymbolik – Kreative Farbgestaltung Taschenbuch – Special Edition, 1. Dezember 2004

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