Hausarbeit – wer macht was? Unsere Tipps …

Haushalt – wer macht was? Diese Frage ist und bleibt ein Thema. Vor allem deshalb, weil sie stets für Diskussionen sorgt. Die Differenzen, die zwischen Wunschvorstellung und Realität herrschen, sind anscheinend groß …

Die Arbeitsteilung im Haushalt sorgt immer wieder für Streit. Nicht nur in Beziehungen und Ehen, auch in Wohngemeinschaften gibt es deshalb gerne Zoff. Wer bringt den Müll raus? Wer macht den Abwasch? Was soll all der Plunder im Flur? Diese und viele andere Fragen zum Thema Hausarbeit müssen geklärt werden, dass ein Haushalt funktioniert. Doch wieso kommt es dabei ständig zu Problemen?

Gründe für Streit in Sachen Haushaltsfragen

Fakt ist, je unterschiedlicher die Toleranzgrenze bzw. das Ordnungsbedürfnis der Haushaltsmitglieder ist, desto weniger geht deren Engagement Hand in Hand. Doch nicht nur unterschiedliche Auffassungen von Ordnung und Sauberkeit sind ein Grund. Auch die Zeit ist ein wichtiger Faktor. Jemand, der normalerweise aktiv in Haushaltsfragen ist, jedoch viel unterwegs ist oder arbeiten muss, ist möglicherweise oft zu erschöpft oder hat keine Zeit und muss Prioritäten setzen. Ein weiterer Punkt ist die Rollenverteilung. Trotz heutiger Emanzipation machen Frauen im Schnitt immer noch den größeren Anteil der oft unliebsamen Arbeiten.

Kinderbetreuung Haushalt wer macht was Wussten Sie, dass laut einer Studie von Böckler Impuls aus dem Jahr 2017 zeigt, dass Frauen 1,6-mal soviel Zeit für unbezahlte Arbeit aufbringen, als Männer? Dazu gehören vor allem Hausarbeit, sich um die Kinder oder auch pflegebedürftigen Eltern kümmern. Wir sind der Frage nachgegangen, wie sich das Problem der fairen Arbeitsteilung lösen und trotz allem gute Stimmung in den vier Wänden verbreiten lässt. Und das für alle Geschlechter.

Hausarbeit – wer macht was? Unfaire Arbeitsteilung im Haushalt: Was lässt sich dagegen tun?

Egal, welches Szenario man untersucht, für alle gilt: Keine Frage, die Hausarbeit muss fair aufgeteilt werden. Doch leider bleibt die Umsetzung in der Praxis ein Dauerproblem. Helfen können zum Beispiel diese vier Ansätze:

Haushaltspläne – fair und verbindlich.

Haushaltspläne sind rein deshalb schon sehr nützlich, weil sie aufzeigen, was alles erledigt werden muss. So haben alle Beteiligten ein klares Bild vor Augen. Die Aufgaben lassen sich dann fair aufteilen und beispielsweise wöchentlich wechseln. Ein Wochenplan oder Tagesplan, der ein Feld für die persönliche Unterschrift freilässt, animiert aus psychologischer Sicht zusätzlich aktiv zu werden. In Familien können hier alle Familienmitglieder einbezogen werden. Den Tisch abräumen und Unkraut zupfen oder Papa helfen, das Auto zu waschen, können auch schon die Kleinen und haben dabei vielleicht sogar eine Menge Spaß.

Kind hilft beim Abspülen

Arbeitsteilung – wer kann/mag was?

Männerarbeit Holzhacken Gartenarbeit Hausarbeit

Eine weitere Möglichkeit ist, die Arbeit nach den Fähigkeiten und Vorlieben aufzuteilen. Tatsache ist, dass manche Menschen den Hausputz sogar ganz gerne mögen. Sie berichten, dabei abschalten zu können und dass ihnen die Arbeit einfach leicht von der Hand gehe. Für Handwerks- oder Gartenarbeit hätten sie stattdessen wenig übrig. Praktisch, wenn dies vom anderen Part stattdessen gerne übernommen wird. Trotz allem muss es sich für jeden in seiner Gesamtheit fair anfühlen. Auch Zuständigkeiten nach Räumen aufzuteilen kann helfen. Vielleicht schrubbt der Mann im Haus lieber die Fliesen im Bad (was eine durchaus schweißtreibende Hausarbeit sein kann) anstatt mit dem Staubsauger durch die Wohnung zu fegen.

Fairness und Wertschätzung: Ausgleich schaffen.

Zu aller erst: Wertschätzung ist das A und O und ist immer angebracht. Zwar kann man sich dafür nichts kaufen, trotzdem tut es einem Menschen gut. Was gut tut, sorgt für Harmonie und Wohlwollen und letztendlich für gute Stimmung. Natürlich reicht das alleine nicht aus. Wer mit unbezahltem Haushalt beschäftigt ist, kann in dieser Zeit z.B. nicht arbeiten oder seiner Freizeit nachgehen. Hier sollten sich die Beteiligten zusammensetzen und überlegen, in welcher Form, wie z.B. auch mit Geld, die Arbeit gut gemacht werden kann. Denn als selbstverständlich sollte die Hausarbeit niemals angesehen werden. Es ist Arbeit, die Zeit und oft auch Nerven kostet.

Die Haushaltshilfe: Hilfe von außen.

Eine sehr oft gute Lösung ist, sich eine Haushaltshilfe zu leisten. Denken Sie dran, die dadurch freie Zeit können Sie wiederum für das aufwenden, das eigentlich auf Ihrem Plan steht. Egal ob es Ihre Arbeit, persönliches Weiterkommen oder Freizeit ist. Es ist freie Zeit, die sie sich damit erkaufen. Außerdem entspannt es oft den Haushalt, da die typischen Streitfragen nach „Wer macht was?“ nicht mehr fallen. Auch sind Haushaltsmitglieder dazu gezwungen, vor Eintreffen der Reinigungskraft zumindest schon mal grobe Ordnung zu schaffen, damit diese überhaupt „in die Ecken“ kommt. Das kann zu einer routinierten Grundordnung beitragen.

Fazit: Haushalt – wer macht was?

Die Frage im Haushalt „Wer macht was?“ wird es immer geben. Wichtig ist, dass zusammen eine gemeinschaftliche Lösung gefunden wird. Jeder muss sich ernst genommen fühlen und für seinen Beitrag im Haushalt Anerkennung bekommen. Im Gesamten geht es nicht ums Erbsenzählen, sondern darum, dass man zusammen hilft, anstatt alles auf eine Person abzuwälzen. So bleibt der Haussegen lange erhalten. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, das die Hausbewohner als funktionierendes Team zusammenschweißt.

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