So oft verschätzen sich Eigentümer beim Wert ihrer Immobilie

Sie sind Immobilienbesitzer und möchten diese veräußern, wissen aber nicht, wie viel Ihre Immobilie wirklich wert ist? Damit sind Sie nicht allein. Im Gegenteil: Viele Eigentümer schätzen den Immobilienwert viel zu hoch ein – mit negativen Folgen. Einer der Gründe dafür ist die oft falsche Annahme, dass Immobilien unabhängig vom Zustand und anderen Faktoren in […]

Sie sind Immobilienbesitzer und möchten diese veräußern, wissen aber nicht, wie viel Ihre Immobilie wirklich wert ist? Damit sind Sie nicht allein. Im Gegenteil: Viele Eigentümer schätzen den Immobilienwert viel zu hoch ein – mit negativen Folgen. Einer der Gründe dafür ist die oft falsche Annahme, dass Immobilien unabhängig vom Zustand und anderen Faktoren in der aktuellen Situation immer zu einem sehr guten Preis veräußert werden können. 

Lesen Sie in diesem Artikel, wie der Wert einer Immobilie bestimmt wird und welche maßgeblichen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Außerdem erfahren Sie, ab wann sich der Gang zum Experten lohnt. 

Immobilienwert falsch schätzen – Emotionen und Erinnerungen trüben den Blick

Zur Veranschaulichung stellen wir uns zunächst folgende Situation vor: Herr Müller hat vor zwanzig Jahren neu gebaut und möchte sein Haus jetzt verkaufen – 250 Quadratmeter, zwei Stockwerke, unterkellert, moderne Heizung und Fenster, gedämmte Fassade. Nun stellt er sich die Frage, wie viel sein Haus noch wert ist und welchen Preis er ansetzen soll. Das Problem dabei ist: In der Preisfindung wird der Verkäufer oft von Emotionen und Erinnerungen beeinflusst. Fehleinschätzungen sind die Folge – das bestätigen auch Maklerumfragen.

Veranschlagter Preis und tatsächlicher Wert der Immobilie driften auseinander

Demnach liegen gerade einmal 12 Prozent der befragten Immobilieneigentümer mit ihrem Preis richtig. Der Rest, und damit die große Mehrheit, schätzt seine Immobilie mit 20 bis zu 40 Prozent über dem aktuellen Marktwert falsch bzw. zu hoch ein. Zu hoch taxierte Immobilien bergen zwei schwerwiegende Folgen. Sie wecken einerseits ein deutlich geringeres Kaufinteresse. Auf der anderen Seite verstreicht meist überdurchnittlich mehr Zeit bis zum Kaufabschluss. Laut Umfrage ist ein zu hoch angesetzter  Preis mit mehr als 70 Prozent einer der häufigsten Gründe, weshalb sich  der Immobilienverkauf zeitlich in die Länge zieht.

Drei maßgebliche Faktoren für Wertermittlung

Lage (Mikro- und Makrolage), Ausstattung sowie Zustand – anhand dieser drei Faktoren lässt sich der Wert einer Immobilie bestimmen. Mit „Mikrolage” ist die unmittelbare Umgebung der Immobilie gemeint: Befindet sich das Objekt in einer ruhigen Wohngegend oder ist durch die nahe Autobahn sowie zahlreiche Lokalitäten mit einem höheren Lärmpegel zu rechnen? Diese Umstände können sich wiederum negativ auf den Preis auswirken. Unter „Makrolage“ wird die gesamte Region verstanden: Eine gute Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs, eine hohe Wirtschaftlichkeit der Region sowie Kinderbetreuungsmöglichkeiten in der Nähe und attraktive Freizeitangebote steigern den Wert einer Immobilie. Demnach können Sie mit einer Immobilie in einem Ballungsgebiet meist einen weitaus höheren Preis erzielen als mit einer exakt baugleichen Immobilie im ländlichen Raum.

Neben der Lage sind zudem die Ausstattung und der Zustand der Immobilie entscheidend. Zur Ausstattung zählen unter anderem die Bauweise, Sanitär- und Heizungsanlagen, aber auch besondere Merkmale wie ein Balkon oder eine nutzbare Außen- oder Grünfläche in Form einer Terrasse oder eines Gartens. Gleichzeitig kann ein ausgefallen gestaltetes Haus mit sehr individuell zugeschnittenen Räumen hinderlich sein, weil potenzielle Käufer mit hohen Umbaukosten rechnen. Hierzu zählt beispielsweise auch ein Pool mit zusätzlich laufenden Kosten für Reinigung und Instandhaltung. Folgende Aspekte beschreiben den Gesamtzustand einer Immobilie: die Bauweise, die Energieeffizienz (z. B. ein neues, gut gedämmtes Dach und dadurch geringere Betriebs- und Heizkosten), der Modernisierungsgrad und nicht zuletzt das Alter.

Immobilienwert schätzen: Der Gang zum Experten lohnt sich

Da eine korrekte Bewertung der eigenen Immobilien für Laien meist nicht möglich ist, kann ein Experte hinzugezogen werden, der den Immobilienwert vor Ort begutachtet und professionell schätzt. Neben einem zu hohen Preis kann auch das Gegenteil der Fall sein: Ein zu niedriger Preis bedeutet in den meisten Fällen ein Verlustgeschäft für Sie als Verkäufer. Ein professionelles Wertgutachten mit methodisch ermitteltem Immobilienwert bringt Gewissheit und gibt Ihnen die Möglichkeit, einen angemessenen Preis für Ihre Immobilie zu erhalten.

Dieses kann entweder von freien Immobilien­gutachtern, öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen oder von staatlich anerkannten Immobiliengutachtern ausgestellt werden. Vor Gericht oder vor Behörden ist ein Gutachten von freien Immobiliengutachtern jedoch nicht zulässig. Es informiert lediglich über den Hauswert und kann zum Hauskauf/-verkauf genutzt werden. Je nach Aufwand kann für ein Vollgutachten zwischen 0,5 und 1 Prozent des Verkehrswerts der Immobilie berechnet werden. Die Kosten für ein Kurzgutachten ohne Rechtssicherheit belaufen sich auf einige hundert Euro. Bei einem Vollgutachten erhalten Sie neben dem Wert Ihrer Immobilie zudem eine ausführliche Analyse von möglichen Bauschäden und notwendigem Investitionsbedarf.

Gut zu wissen – Wann lohnt sich die Immobilienwertschätzung

Einen Immobilienwert schätzen zu lassen, lohnt sich nicht nur beim anstehenden Verkauf. Auch nach einer Modernisierung, im Falle einer Scheidung oder einer Erbschaft kann eine Schätzung sinnvoll sein, um den tatsächlichen Marktwert zu kennen. In diesem Falle ist es ratsam, einen Experten zu Rate zu ziehen.

Fazit

Die Bewertung einer Immobilie erfolgt anhand drei Faktoren: Lage, Gesamtzustand und Ausstattung Ihrer Immobilie. Professionell erstellte Gutachten sind mit 0,5 und 1 Prozent des Verkehrswerts der Immobilie etwas teurer, lohnen sich aber immer dann, wenn Sie den genauen Marktwert der Immobilie kennen möchten. Zum Hausverkauf reicht das günstigere Kurzgutachten allerdings in den meisten Fällen aus. Für Laien ist eine exakte Wertbestimmung schwierig und wird von subjektiven Faktoren beeinflusst.

Sie sind unsicher, was Ihre Immobilie tatsächlich wert ist? Oder haben Sie bereits einen zu hohen Preis angesetzt und nun mit einer längeren Verkaufszeit zu kämpfen? Mit unserer kostenlosen Online-Immobilienbewertung erhalten Sie bereits nach wenigen Klicks einen ersten Richtwert und damit eine grobe Orientierung* – und das garantiert unverbindlich und zu 100% kostenfrei.

 

*Der online ermittelte Marktwert Ihrer Immobilie kann keine professionelle Immobilienbewertung ersetzen. Wenn Sie Ihre Immobilie auf dem Markt mit maximaler Gewinnausschüttung verkaufen möchten, bedarf es einer detaillierten Vorgehensweise bei der Bewertung. Gerne helfen unsere Experten Ihnen auch dabei! Treten Sie für eine individuelle Wertermittlung mit uns in Kontakt.

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