Energieausweis: Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Energieausweis: Mehr Transparenz für Mieter

Energieausweis: Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Die Kaltmiete ist alleine noch kein Indiz für die Gesamtkosten, welche auf Mieter dann tatsächlich zukommen. Gerade bei älteren Gebäuden können hohe Nebenkosten schnell den Spaß verderben. Der Energieausweis gibt erste Anhaltspunkte und macht bevorstehende Heizkosten transparent.

Mieter haben ein Recht auf transparente Kosten

Der Energieausweis gibt Auskunft über den energetischen Zustand einer Immobilie. Sprich, wie gut Wände, Dach und Böden gedämmt sind. Mit dessen Hilfe erhalten Mieter einen ersten Anhaltspunkt, wie viel Energie nötig ist, um die Wohnfläche zu beheizen. Seit 2014 sind Eigentümer dazu verpflichtet, den Energieausweis spätestens bei Besichtigung ungefragt vorzulegen. Rat an alle Mieter: Nutzen Sie diese Informationen, um nach Kälteeinbruch keine böse Überraschung zu erleben oder gar durch schlechte Dämmung das Jahr über zu frieren.

Versäumt der Vermieter den Energieausweis seinen Interessenten vorzulegen, wird die Missachtung der Informationspflicht seit 1. Mai 2015 mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro bestraft. Der Gesetzgeber sieht sogar vor, relevante Kennzahlen aus dem Energieausweis bereits im Inserat einer Immobilie sichtbar zu machen. Um Mietobjekte richtig miteinander zu vergleichen, müssen Sie wissen, dass die Angaben aus zwei Ausweisvarianten stammen können: dem Bedarfs- oder dem Verbrauchsausweis.

Mietobjekte richtig miteinander vergleichen

Für den Energieausweis gibt es zwei Varianten. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die jeweils richtigen Werte miteinander vergleichen: Werte aus dem Verbrauchsausweis geben Aufschluss über den Energieverbrauch bisheriger Mieter aus den vergangenen drei Jahren. Der Bedarfsausweis zeigt die zu erwartenden Werte, welche immer ein Energieexpertenoffiziell ermitteln muss. Da sich das Heizverhalten von Mieter zu Mieter unterscheidet, ist Letzteres für Sie aussagekräftiger. Weitere Informationen lesen Sie in unsrem Beitrag: Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Erfahrungsgemäß ist der tatsächliche Energieverbrauch immer höher, als aus dem Energieausweis hervorgeht. Wissen sollten Sie auch, dass die Angaben immer für ein ganzes Gebäude gelten. So wird die Lage von Wohnungen innerhalb eines Miethauses im Energieausweis nicht berücksichtigt. Erwartungsgemäß sind die Heizkosten einer Wohnung in der Mitte höher als die einer Dachwohnung – ungeachtet der ausgewiesenen Kennzahlen. Nutzen Sie die Informationen daher als ersten Überblick über zu erwartende Nebenkosten als auch um Mietobjekte miteinander zu vergleichen.

 

 

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