Aufgaben eines Maklers: Immobilienvermittlung

Ein Makler ist für den reibungslosen Ablauf von Immobiliengeschäften wie Verkauf und Vermietung unverzichtbar. Warum und welche Gefahren Vermittlungen ohne Makler mit sich bringen, erklären wir hier.

Den Maklerberuf gibt es schon sehr lange. Ein Makler war für jegliche Geschäfte zuständig, bei denen es ums „Vermitteln“, „Herbeischaffen“ und „Zustandebringen“ ging. Der Begriff Makler leitet sich ab von makeln bzw. mäkeln, die genau diese Bedeutung haben: „Geschäfte machen“. Ganz im Speziellen der „Immobilienmakler“ vermittelt heutzutage Immobilien jeder Art – und viel mehr als das. Die Aufgaben eines Maklers  beginnen meist bei der Analyse des Marktwertes der zu vermittelnden Immobilie und enden bei der Übergabe der Schlüssel an den neuen Eigentümer bzw. Mieter. Kurzum: Ein seriöser Makler entlastet bzw. nimmt Ihnen alle Aufgaben rund um die Vermittlung ab. Er kümmert sich um einen organisierten, professionellen Ablauf und wird Ihre Immobilie zum bestmöglichen Preis verkaufen bzw. vermieten. Die Entlohnung seiner Arbeit erfolgt mit der Zahlung der Provision, auch Honorar oder Courtage genannt.

Die Aufgaben eines Maklers

Ermittlung des Marktwertes einer Immobilie

Damit eine Immobilie „ins Rennen“ geschickt werden kann, wird ein seriöser Makler zuallererst eine schriftliche Marktwertanalyse vornehmen. Bei der Vermietung wird die Mietpreishöhe festgelegt. Dafür ist es wichtig, die Eigenschaften der Immobilie zu erfassen als auch weitere Faktoren wie Lage und Vergleichswerte in der Region zu berücksichtigen. Dies erfordert Know-how als auch Erfahrung. Eine falsche Preiseinschätzung kann sich fatal auf die Gewinnspanne auswirken. Ist der Verkaufspreis zu niedrig, verliert der Verkäufer Geld, das er hätte zusätzlich einnehmen können. Ist er zu hoch, wird sie womöglich nicht verkauft. Der Verkäufer verliert Zeit und die Immobilie an Wert. Außerdem macht sich keine Immobilie gut, die lange auf dem Markt angeboten und letztendlich zum Ladenhüter wird. Diese Aufgabe des Maklers ist demnach sehr wichtig.

Tipp: Unsere kostenlose Online-Sofortbewertung bewertet Ihre Immobilie binnen weniger Minuten – Sie erhalten das Ergebnis sofort über E-Mail. Das hilft Ihnen bei der ersten Einschätzung. Dieser Service ist jedoch kein Ersatz für eine professionelle Marktwertanalyse durch einen professionellen Immobilienmakler. (Bei beabsichtigter Beauftragung ist diese Leistung in unserem Immobilienservice für unsere Kunden kostenlos. Gerne können Sie uns jedoch auch explizit dazu beauftragen.)

Erstellung aller wichtigen Unterlagen

Egal ob Vermietung oder Verkauf, es Bedarf einer Reihe Unterlagen für die Vertragsverhandlungen, die bereits bei der Besichtigung vorhanden sein sollten. Bei Vermittlungen ohne Makler zeigt die Praxis leider all zu oft, dass viele Verkäufer bzw. Vermieter unzureichend vorbereitet sind und unvollständige Unterlagen aufweisen. Das kostet Zeit und erzeugt Aufwand. Außerdem kann es Misstrauen beim Interessenten erzeugen. Ein seriöser Makler hat alle wichtigen Unterlagen geordnet und sauber aufbereitet zur Hand.

Erstellung eines Energieausweises

Die Vorlage des Energieausweises sowie die Übernahme von Daten zum energetischen Zustand einer Immobilie ins Exposé sind mittlerweile Pflicht. Fehlt der Energieausweis oder werden falsche Daten angegeben, droht sogar eine Bußgeldstrafe. Ein seriöser Makler übernimmt daher bei Bedarf die Erstellung des Energieausweises und wird Sie ausführlich darüber informieren. Denn auch hier gibt es Besonderheiten. Mehr zum Thema Energieausweis erfahren Sie in unseren Magazinbeiträgen „Ratgeber Energieausweis: Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?“ und „Energieausweis: Mehr Transparenz für Mieter“.

Erstellung eines Exposés

Das Exposé ist das Aushängeschild der zu vermittelnden Immobilie. In ihm befinden sich alle relevanten Eigenschaften der Immobilie, wie z.B. Gesamtfläche, Wohnfläche, Baujahr, Heizart usw. sowie Informationen zur Ausstattung und zur Lage. Der nahezu wichtigste Teil eines aussagekräftigen Exposés sind gut gemachte Fotos. Diese sollten qualitativ hochwertig sein und die Immobilie innen wie außen von ihrer besten Seite zeigen. Auch um diese Aufgabe kümmert sich ein Makler.

Bewerbung der Immobilie

Damit Interessenten von der zu vermittelnden Immobilie erfahren, muss deren Verkauf bzw. Vermietung natürlich publik gemacht werden. Dies geschieht über Inserate in Zeitungen und auf Onlineportalen. Idealerweise verfügt ein seriöser Makler über eine eigene Webseite, auf der er die zu vermittelnde Immobilie ebenfalls präsentiert. Größere Immobilienunternehmen wie beispielsweise auch die LAYER Gruppe bieten sogar weitere Marketingtools wie Newsletter und Angebotserstellung durch Facebook-Werbung. Oft erstellen Makler auch Postwurfsendungen und machen auf andere Art und Weise wie etwa Aushänge in Schaufenster auf die Immobilie aufmerksam.

Organisation und Koordination von Immobilienbesichtigungen

Die Besichtigungen zu organisieren ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe eines Maklers. Es beginnt bereits damit, dass er gerade bei Vermietungen die Vielzahl an Anfragen aufnimmt und eine enge Vorauswahl trifft. So kann er Besichtigungstourismus und vor allem Ihre Nerven schonen! Außerdem muss er die Interessenten auf Bonität prüfen. Dies spielt bei Vermietungen eine ebenso große Rolle wie bei Immobilienverkäufen. Bei der Besichtigung liegt es an seinem Geschick, die Immobilie vorteilhaft zu präsentieren. Beispielsweise endet eine professionelle Besichtigung nie im Keller, sondern im schönsten Raum der Immobilie. Schließlich soll sie einen guten Eindruck hinterlassen – und der letzte Eindruck bleibt erfahrungsgemäß haften. Auch gehört es zu den Aufgaben eines Maklers, alle Fragen zu beantworten und Auskünfte detailliert anhand von vorab erstellten Unterlagen erteilen zu können.

Durchführen der Verkaufsverhandlungen inkl. Vorbereitung des Kaufvertrages

Diese Aufgabe betrifft einen Makler bei Immobilienverkäufen, da er sich meist um die Erstellung des Kaufvertrages kümmert. Hier kennt er sich aus und wird alle rechtlichen Aspekte berücksichtigen. Dies schützt den Käufer sowie den Verkäufer und kann viel Ärger ersparen. Der Makler begleitet Sie außerdem zum Notar und wird die Verkaufsverhandlung für Sie führen. Dies ist eine große Entlastung. Vor allem, weil Sie sichergehen können, dass alles rechtens abläuft.
Wir haben hier übrigens eine Checkliste für den Immobilienverkauf zusammengestellt, die ihnen zeigt, welche Unterlagen Sie beim Immobilienverkauf benötigen.

Bei Vermietung: Erstellung des Mietvertrages und Unterlagen

Wird eine zu vermittelnde Immobilie vermietet, erstellt der Makler den Mietvertrag und passt ihn individuell auf die Immobilie und gegebenenfalls auf besondere Gegebenheiten an. Auch dabei kann er Sie professionell beraten und sollte Ihr erster, zuverlässiger Ansprechpartner sein.

Teilnahme bei der notariellen Beurkundung

Beim Notar verstehen die meisten an manchen Stellen nur noch Bahnhof.  Gut, wenn Ihnen ein Makler zur Seite steht. Diese Aufgabe ist der letzte Schritt zur Vertragsabwicklung beim Immobilienverkauf. Der Makler begleitet Sie zum Notar und wird auch hier von der Vorbereitung bis zum Abschluss alles für Sie einleiten und regeln.

Übergabe der Immobilie

Als letzter Schritt einer Vermietung oder eines Immobilienverkaufes wird die Immobilie übergeben. Das nennt sich meist Schlüsselübergabe. In der Regel müssen Sie hier gar nichts mehr tun bzw. anwesend sein. Unerfahrene Verkäufer können auch hier gefährdet sein. Beispielsweise wird gewarnt, die Schlüssel zu schnell nach Abschluss des Kaufvertrages zu übergeben. Werden z.B. bei sofort durchgeführten Renovierungsarbeiten Hausanteile beschädigt und im Anschluss platzt die Finanzierung, bleibt der Verkäufer auf den Kosten sitzen. Er kann höchstens noch auf Schadensersatz hoffen.

Weitere Aufgaben eines Maklers: beraten und informieren

Es gibt noch weitere Aufgaben eines Maklers, die Sie während der gesamten Dienstleistung begleiten. Ein Makler berät Sie professionell und wird Sie objektiv über alle Sachverhalte informieren. Ein seriöser Makler manipuliert keinen der beiden Vertragspartner und arbeitet stets fair. Außerdem wird er sie in regelmäßigen Abständen über seine Aktivitäten und deren Ergebnisse informieren. Dadurch macht er alle Vorgänge transparent und legt offen, was hinter den Kulissen passiert. Er gibt seinem Kunden das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, da es bei Immobiliengeschäften um viel Geld geht.

Die Maklerprovision und das Bestellerprinzip

Die Provision des Maklers ist gesetzlich geregelt. Sie ist die Entlohnung für die Bemühungen und Aufwände des Maklers, die während der Vermittlung anfallen. Laut Gesetz muss der Kauf- bzw. Mietvertrag zwischen Käufer und Verkäufer bzw. Mieter und Vermieter erfolgreich abgeschlossen sein. Erst dann wird der Anspruch auf die Provision fällig.
Beim Immobilienverkauf beträgt die Provision in Bayern 7,14 Prozent des Verkaufspreises und wird in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Das Gesetz sieht vor, dies bald zu ändern. Es soll das Bestellerprinzip angewandt werden, welches viele Nachteile mit sich bringt. Diese Nachteile wird vor allem der Verbraucher spüren, also der Käufer – falls das neue Gesetz in Kraft tritt. Einspruch erheben und mehr dazu erfahren können Sie hier.
Bei der Vermietung wird die Provision, die nicht höher als zwei Nettomieten betragen darf, über das Bestellerprinzip geregelt. Alles Wissenswerte zum Beststellerprinzip lesen Sie in unserem Magazinbeitrag „Bestellerprinzip: Das müssen Sie wissen

 

Haben Sie eine Immobilie zu vermitteln und möchten unverbindlich von unseren professionellen Mitarbeitern beraten werden? Sehr gerne! Hier können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

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