Familien-Teamwork: Mit Kindern putzen und aufräumen

Kinder zum Aufräumen zu bewegen ist nicht immer leicht. Wie Sie den Nachwuchs am geschicktesten in die Hausarbeit miteinbeziehen, dabei gemeinsam Freude haben und welche Aufräum- oder Putzarbeiten dem jeweiligen Alter entsprechen, lesen Sie hier.

Manche Familien, in denen eine strikte Rollenverteilung vorherrscht, mögen vielleicht fragen: Warum sollen Kinder überhaupt im Haushalt mithelfen, sprich mit putzen und aufräumen? Doch selbst wenn die Eltern nicht berufstätig sind und ein Zusammenhelfen nicht zwingend erforderlich ist, bereitet die Übernahme von Verantwortung und das Erlernen von Teamarbeit den Nachwuchs auf das Erwachsenenleben vor. Deshalb unser Rat: Binden Sie Ihren Sprössling oder die ganze Rasselbande von klein auf im Haushalt mit ein!

 

Die beste Motivation: Spielerisch beginnen

Mit Kindern putzen und aufräumen

Kleine Kinder zur Mithilfe zu bewegen, braucht meist nicht besonders viel Einfallsreichtum. Macht es einem Sechsjährigen doch riesen Spaß, mit Papa das Auto zu waschen, genauso wie ein Kleinkind begeistert sein wird, wenn es mit Mama und einer alter Mullwindel den Boden wischen darf. Manche Eltern werden vielleicht aufseufzen, so braucht diese Art von Teamwork meist mehr Nerven und Zeit, als die Putzaktion schnell alleine durchzuziehen. Dennoch macht sich die Mühe Kinder von klein auf an den Haushalt zu gewöhnen später bezahlt. Umso schwieriger wird es nämlich sein, einem bislang eher untätigen Teenager zu erklären, warum er denn plötzlich sein chaotisches Zimmer in Ordnung bringen soll, wenn doch scheinbar bislang alles wie von Zauberhand geschah.

Wie Sie Kindern das Putzen und Aufräumen schmackhaft machen

Gewöhnen Sie Ihre Kinder langsam daran, mitzuhelfen. Alles sollte einen spielerischen Charakter haben und keinesfalls in Drill ausarten. Außer Frust oder gar starkem Protest erreichen Sie so nämlich wenig. Wichtig ist, immer schön spielerisch das Aufräumen und Putzen mit Spaß zu verbinden sowie Mithilfe stets zu belohnen. So könnten Sie zum Beispiel am Sonntagvormittag einen Putzmarathon mit der ganzen Familie veranstalten. Mit guter Musik und kleinen Überraschungen wie Bonbons oder Lollis, die Sie unter dem Chaos oder an verschiedenen Stellen zuvor verteilen. Das macht Ihren Kindern Freude, wenn die kleinen Goodies beim Aufräumen und Staubwischen entdeckt werden!

Kinder beim Putzen und Aufräumen nicht überfordern

Denken Sie daran, nicht zu viel von Ihrem Kind zu verlangen. Viele Kinder verlieren schnell die Lust an zu schwierigen Aufgaben oder daran, immer oder lange das Gleiche zu tun. Teilen Sie die Aufgaben daher in kleine Etappen auf und verteilen Sie diese auf verschiedene Tage. (Wobei der Putzmarathon am Sonntag vielleicht sogar ein besonderes Highlight der Woche werden kann:-) Auch sind Kinder nicht gerne allein, selbst in einem Alter, in dem Beaufsichtigung nicht mehr erforderlich ist, macht Teamarbeit immer mehr Spaß. Die gemeinsame Zeit kann darüber hinaus sogar verbinden. Gerade mit Teenagern können auch auf diese Weise Bande wachsen und zwanglose Plaudereien zu manch wertvollen Gesprächen führen.

Noch mehr Tipps – kurz und bündig:

Sind die Kinder etwas älter, erarbeiten Sie gemeinsam einen Putzplan. In einer Woche kümmert sich ein Kind um die Vorbereitungen fürs gemeinsame Abendessen, das andere räumt den Tisch wieder ab. Das Dritte bringt den Müll raus, während sich Papa um den Abwasch kümmert. In der nächsten Woche wird gewechselt.

Kinder und Jugendliche haben gerne die Wahl! Gibt es mehrere Putzarbeiten zu erledigen, überlassen Sie ihm die Entscheidung, ob es lieber Staubsauen oder das Bad putzen will. Das eine ekelt sich vielleicht vor nassen Putzlappen, ist aber vielleicht der beste Staubwischer der Welt. Bewährt haben sich Listen, aus denen sich Kinder ihre Aufgaben selbst aussuchen dürfen.

Bleiben Sie solidarisch! Kein Kind wird gerne dazu verdonnert, wöchentlich alleine im Bad zu stehen und zu putzen. Alles geht besser im Team, selbst wenn Sie nicht an ein und derselben Sache arbeiten. Ein Kind oder Teenager wird so lieber einen Teil der Hausarbeit übernehmen, wenn Mama oder Papa zur gleichen Zeit auch fleißig sind.

Bemühen Sie sich um Toleranz und Großzügigkeit! Was als sauber und ordentlich gilt, ist bis zu einem gewissen Maß Ansichtssache. Der eine liebt es penibel reinlich, dem anderen fallen Staubkörner erst bei einer Massenansammlung auf. Erwarten Sie von einem Kind nicht zu viel und demotivieren Sie es nicht mit Vorenthaltungen oder Nachputzen, wenn es Ihrem Sauberkeits-Standard nicht zu 100 Prozent entspricht.

Aufgaben altersgemäß einteilen: Wann kann ein Kind was tun?

Zwei- bis Dreijährige können Spielsachen aufräumen, Wäsche in den Korb räumen und beim Wäsche zusammenlegen helfen, Löffel und bruchsicheres Geschirr abtrocknen oder helfen, Haustiere zu füttern.

Vier- bis Fünfjährige können darüber hinaus Spielsachen oder Wäsche sortieren, untere Regalbretter und einfache Gegenstände abstauben oder beim Einräumen der Einkäufe helfen.

Sechs- bis Achtjährige sind darüber hinaus imstande, im Kinderzimmer Ordnung zu halten, den Tisch zu decken und ihn wieder abzuräumen, die Spülmaschine einzuräumen, bei der Essensvorbereitung zu helfen, Wäschestücke wie Handtücher und Hosen zu falten, im Garten und beim Autowaschen zu helfen.

Neun- bis Zehnjährige sind alt genug, um ihr Bett zu überziehen, Waschbecken zu putzen, beim Kochen zu helfen und einfache Snacks vorzubereiten, Geschirr zu spülen, Staub zu saugen und den Boden zu kehren sowie kleine Gartenarbeiten wie Unkraut jäten zu erledigen.

Elfjährige und Ältere können zunehmend verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Dazu gehört die Bedienung der Waschmaschine und des Trockners, Einkaufen gehen und Mahlzeiten zu kochen; Fenster und Bäder zu putzen, Fußböden wischen, Auto waschen und saugen und kleinere handwerkliche Tätigkeiten, wie Glühbirnen austauschen.

Noch ein letzter Tipp: Geben Sie nicht zu viel auf anfängliches Murren. Kinder wie Teenager fühlen sich gut damit, als „wichtiger“ Teil der Gemeinschaft zu gelten und sind in aller Regel im Nachhinein stolz auf neu erlernte Dinge.

 

Quelle: Cynthia Townley Ewer, „Der perfekte Haushalt? Leicht gemacht!“, 2014 Dorling Kindersley Verlag GmbH, München

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