Wohnungsnot in Bayern: Fakten und Perspektiven

Egal ob mieten oder kaufen – Wohnraum wird immer teurer. Wohin geht der Trend und gibt es Perspektiven? Wie es um die Wohnungsnot in Bayern steht, lesen Sie hier.

Die Augsburger Allgemeine brachte Anfang dieses Jahres harte Fakten zur Wohnsituation auf den Tisch. Hart, weil es für viele Menschen ihren „Wunschwohnraum“ schwer bis nicht mehr bezahlbar macht. Die Zeitung berichtete von hohen Preisen für neues Wohneigentum.

Immobilienpreise für Wohneigentum sind so teuer wie nie zuvor

So kostet derzeit eine knapp über 100 Quadratmeter große Eigentumswohnung im Augsburger Textilviertel rund 600.000 Euro. Fast genauso viel wie eine neue Doppelhaushälfte am Stadtrand. In München liegt man derzeit bei ca. 7.000 Euro pro Quadratmeter eines neu errichteten Wohneigentums. Von 2017 auf 2018 sind die Preise für eine Eigentumswohnung um 8,2 Prozent gestiegen. Die Aussichten bis heute: weiterhin steigend. Was im Weitblick Sorgen bereitet, ist das Wohnen im Alter ab 65 Jahre. Denn der Wohnungsnotstand soll laut Experten für die Rentner von Morgen massive Probleme bereiten. Ohne die Sache schön zu reden: Wie sollen die enorm gestiegenen und noch steigenden Mieten von einer Durchschnittsrente bezahlt werden? Deshalb heißt es, Bayern drohe der Wohnungsnotstand. Wie sich die Lage bis heute entwickelt hat und welche Perspektiven es gibt, erforschen wir hier.

Fakten zu den Mietpreisen – so sieht‘s aus:

Laut einer Studie des Wohnungsportals Immowelt.de liegen eindeutige Zahlen zu den Mietpreisen vor. Untersucht wurden Mietpreise deutscher Städte mit Angeboten von vor fünf Jahren bis heute. Mietwohnungen in Berlin verzeichnen einen Zuwachs von 51 Prozent. Wohnungssuchende vor Ort berichten, dass es aktuell kaum noch möglich sei, eine Wohnung ohne Beziehungen zu finden. Gehaltsabrechnungen werden gefälscht und andere Maßnahmen ergriffen, um im Kampf um ein Zuhause die Mitbewerber auszustechen. Auch in München ist die Wohnungssuche toughes Business. Dort steigen die Mieten um 35 Prozent. Sie werden staunen: Augsburg übertrifft Münchner Preise mittlerweile mit einem Wachstum von 38 Prozent. Der Grund dafür ist, dass viele Münchner Familien nach Augsburg ausweichen und sich die Stadt mit neuen attraktiven Arbeitsplätzen sowie der guten Lage und vielen Freizeitmöglichkeiten zu einem attraktiven Wohnort entwickelt hat.

Wohnungsnot: Entwicklung und Perspektiven

Tatsache ist, dass sich der Lebensstandard vieler Familien verschlechtert. Die Mietpreise fressen fast das ganze Einkommen auf, so bleibt zum Leben nicht mehr viel. Bauen wird für viele Familien selbst mit Subventionen wie das Baukindergeld immer mehr zur finanziellen Belastung. (Siehe auch: Baukindergeld 2019: Updates und News) Experten sind sich einig: Hier muss dringend etwas geschehen. Das sollen beispielsweise einerseits noch schärfere Maßnahmen in Sachen Mietpreisbremse sein, anderseits wäre die Finanzierung mit festen Zinssätzen über 20 oder 25 Jahre für Bauherren besser planbar. Was das Wohnen im Alter betrifft, soll aktiv und speziell für die zukünftigen Rentner bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Gefordert werden derzeit 470.000 altersgerechte Wohnungen in Bayern.

Der Trend zeigt jedoch auch, dass vermehrt Wohngemeinschaften entstehen. Diese werden wie einst noch vor 10 Jahren nicht mehr nur von Studenten bewohnt. Wer damals mit 40 in einer Wohngemeinschaft wohnte, galt als sonderbar. Stattdessen wird das WG-Leben auch für 30 und 40 Plus immer mehr zur Normalität. Egal ob berufstätig, in Ausbildung oder – ja in Rente. Ältere Menschen, die sich Wohnraum teilen, sind zwar noch die Minderheit. Dennoch werden die Zahlen in den kommenden Jahren steigen. Denn: Wer heute berufstätig ist und (zwangsweise) in einer WG wohnt, wird sich vermutlich auch in Zukunft kein Wohneigentum leisten können. Mann kann diese Entwicklung als durchweg negativ betrachten. Wer das Glas lieber halb voll sieht, wird gerade die sozialen Aspekte zum Vorschein bringen. Das Zusammenleben hat neben allen Unbequemlichkeiten durchaus auch seine Vorteile.

Was lässt sich gegen den Wohnungsnotstand tun?

Allem eines vorweg: Es ist trotz allem nicht Hopfen und Malz verloren. Es gibt Hoffnung! Dies bestätigen unsere Zahlen an Immobilien, die wir tagtäglich erfolgreich vermitteln. Wenn Sie auf Wohnungssuche sind, lesen Sie unsere Tipps für eine private, erfolgreiche Wohnungssuche und abonnieren Sie unseren Newsletter. Möchten Sie professionelle Hilfe von einem unserer Makler? Sprechen Sie mit uns. Wir sind seit 30 Jahren mit einem groß gewachsenen Netzwerk am Markt. Ihre Vorlieben, ihren Wunschwohnort und natürlich auch hier Budget berücksichtigen wir individuell.

Trotzdem tut es gut, sich dem neuen Wohnungsmarkt anzupassen. Das bedeutet: Ansprüche herunterschrauben. Überlegen Sie, was Ihnen besonders wichtig ist! Auf was Sie verzichten können, was ganz nett wäre und was Ihr neues Zuhause unbedingt mitbringen muss. Ein Beispiel: Sie sind ohnehin viel unterwegs und draußen in der Natur? Vielleicht können Sie auf einen Balkon verzichten. Ein Tageslichtbad muss jedoch sein. Oder: Kommen Sie vielleicht doch mit weniger Quadratmeter klar? Ganz im Sinne von „My Home, my Castle“ – der Gemütlichkeit tun 10 Quadratmeter mehr oder weniger nicht wirklich was ab.

Als Baufamilie helfen wir Ihnen, den passenden Finanzierungspartner zu finden. Es gibt zahlreiche Förderungsmöglichkeiten, um Ihren Traum vom Eigenheim wahr werden zu lassen. Mit Sicherheiten wie unserer garantierten Festpreisgarantie und Qualitätssicherung sowie den Möglichkeiten, die Ausstattung im Haus in Eigenleistung zu übernehmen, machen unsere Baufamilien positive Erfahrungen. Mit dem Ergebnis froh darüber zu sein, den großen Schritt gewagt zu haben. Denn Wohneigentum bringt Sicherheit und ist Kapital, das am Ende Ihnen gehört – auch im Alter. Mehr zum Thema Hausbau erfahren Sie hier oder stöbern Sie in unserem Magazin nach inhaltsbezogenen Artikeln.

Ganz spezielle Lösungen für altersgerechtes Wohnen für Senioren bieten wir in unseren Wohnungsbauprojekten für Betreutes Wohnen. Planen Sie jetzt schon für sich oder für Ihre Eltern. Wie das funktioniert und was hinter Betreutem Wohnen steht, erfahren Sie mit interessanten Aspekten in unserem Beitrag Die Eltern kommen in die Jahre – was tun?. Gerne informieren wir Sie auch persönlich über aktuelle Wohnungsbauprojekte.

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